Wichtige Informationen zu Funk-Frequenzen: Änderung der Nutzung von Frequenzen für Funkmikrofone

Die Fakten in Kürze

Für professionelle Anwender wie Broadcast, Touring, feste Installationen und ambitionierte Hobbybands stehende folgende anmeldepflichtigen Bereiche zur Verfügung:

  • 470 - 608 MHz
  • 614 - 703 MHz
  • 733 - 823 MHz

Generell gewährt die Bundesnetzagentur eine komplette Bereichszuteilung. D. h. die Anmeldung gilt für alle drei Frequenzbereiche. Da in den Frequenzbereichen oberhalb 694 MHz der Ausbau von LTE nach und nach voranschreitet, empfehlen wir für Neuanschaffungen Systeme, die unterhalb 694 MHz arbeiten.

Aktuelle Informationen vom 27. 11. 2015: Planungssicherheit für die nächsten 10 Jahre. Auf der WRC 2015 in Genf wurde beschlossen, keine weiteren Freqeuenzbereiche für LTE bereitzustellen. Damit ist der Bereich 470 - 694 MHz auf die nächsten 10 Jahre fest zur Nutzung von professionellen Funksystemen.

Wichtiger Hinweis: Im Zuge der Digitalen Dividende 2 ist nun der genaue Ablauf bzgl. der Entschädigungszahlungen bekannt gegeben worden. Im Folgenden haben wir die wichtigsten Fakten für Sie im Überblick zusammengestellt:

  • Anträge können ab 01. Januar 2016 bei der BAV gestellt werden.
  • Die Entschädigungen werden unabhängig vom weiteren Verwendungszweck des Auszahlungsbetrages gewährt, Sie sollten diese also auf jeden Fall in Anspruch nehmen.
  • Die Anschaffung der Funkanlage muss zwischen 01. Januar 2012 und 31. März 2015 erfolgt sein (für Antragsteller aus dem gemeinnützigen oder öffentlich-rechtlichen Bereich zwischen 01. Januar 1997 und 31. März 2015)
  • Grundlage der Ausgleichszahlung sind technische Umrüstungskosten oder, sofern eine Umrüstung nachweislich technisch nicht möglich ist, ein Wertersatz auf Grundlage eines Restwerts nach Maßgabe der Richtlinie.
  • Die zwingend notwendige Frequenzzuteilung muss vor 31. Dezember 2015 erfolgt sein.
  • Für Funkanlagen die im Bereich 694 bis 790 MHz betrieben werden, ist eine konkrete Störungsbetroffenheit nicht erforderlich.
  • Funkanlagen im Bereich 470 bis 694 MHz werden nur entschädigt, wenn aufgrund der geänderten Rundfunkbelegungen die ursprüngliche Nutzbarkeit nicht mehr möglich ist.
  • Entschädigungen werden nur für Anträge ab einem Anschaffungswert von insgesamt 410 Euro (netto) gewährt.
  • Die endgültige neue Frequenzlandschaft wird nicht vor Ende 2016 definiert sein. Alle aktuellen Shure Drahtlossysteme gibt es aber bereits jetzt auch in zukunftssicheren Frequenzbändern. Weitere folgen.
  • Aufgrund der hohen Spektrumeffizienz von Shure Funksystemen stellt eine erneute gesetzliche Verknappung der Funkfrequenzen keine anwendungstechnische Einschränkung dar.

Die aktuell anmeldefreien Bereiche sind:

  • 174 - 230 MHz (neu zugeteiltes VHF Band)
  • 823 - 832 MHz (LTE - Mittenlücke)
  • 863 - 865 MHz (EU-weites Harmonized Frequency Band)
  • 1785 – 1805 MHz (LTE - Mittenlücke)
  • 2,4 GHz (weltweit anmeldefreier WLAN Bereich)

 Diese Frequenzbereiche gelten bis mindestens 2026.

Anmeldefreie Bereiche, die am 31.12.2015 auslaufen:

  • 790 - 814 MHz
  • 838 - 862 MHz

Diese beiden Frequenzbereiche werden allerdings durch den fortschreitenden LTE Ausbau stark eingeschränkt. Auch wenn die Nutzung von Funksystemen in diesen Bereichen legal ist, kann ein störungsfreier Betrieb nicht gewährleistet werden. Wir empfehlen einen baldigen Austausch dieser Funksysteme.

Quicklinks:

Vergangene Entscheidungen und Nutzbarkeit:

07.07.2014: BNetzA öffnet den Frequenzbereich 470 - 710 MHz für alle professionellen Nutzer

 Die Bundesnetzagentur bestätigte heute, dass der Freqeunzbereich 470 – 710 MHz ab sofort für alle professionelle Nutzer vergeben wird.

Damit stehen für den Professionellen Bereich zukünftig alle Frequenzen im Bereich 470 - 608 MHz und 614 - 790 MHz anmeldepflichtig zur Verfügung. Die Lücke zwischen 608 und 614 MHz ist weltweit für den Astro Funk reserviert.

Neu ist ebenfalls, dass nun Frequenzbereiche – und nicht mehr Einzelfrequenzen wie bisher – zugeteilt werden. Bisher bestehende Einzelzuteilungen können bei Bedarf in eine Bereichszuteilung umändert werden. Der Kostenpunkt liegt hier bei 60 €. Ansonsten bleiben die Kosten wie bisher bestehen.

22.02.2012: Digitale Dividende 2

Am 17. Februar ist die World Radio Conference (WRC) zu Ende gegangen. Die offiziellen Ergebnisse werden erst in ein paar Wochen bekannt gegeben, wir können jetzt schon die wichtigsten Punkte zusammenfassen.

Auf Druck der arabischen und afrikanischen Staaten wurde völlig überraschend über eine zweite Digitale Dividende diskutiert. Das Ergebnis ist folgender Kompromiss: Bis zur nächsten WRC in 2015 sollen Studien die Vor- und Nachteile einer zweiten Digitalen Dividende untersuchen. Untersucht werden die Auswirkungen auf Fernsehrundfunk und drahtlose Mikrofone im Bereich 694 - 790 MHz. 2016 wird dann über die Digitale Dividende und deren genauen Zeitplan entschieden.

15.11.2011: Antragsverfahren für Entschädigungsleistungen startet

Seit heute können die Anträge für die Entschädigungsleistungen für die Nutzer von Funkmikrofonen gestellt werden. Das Antragsverfahren ist ausschließlich möglich auf den Webseiten des Bundesamtes für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle.

Wir haben für Sie eine Ausfüllhilfe zum Online-Antragsverfahren erstellt.

Auch sehr hilfreich ist eine Reihe von Fragen und Antworten zur Antragsstellung sowie die Ausfüllhilfe der BaFa.

Weiter unten auf dieser Seite (im Beitrag vom 21.10.2011) sind weitere Informationen zu dem Verfahren und den benötigten Dokumenten.

Folgende Dokumente werden unter Umständen bei der Antragsstellung benötigt:

Shure-Hotline: Gerne hilft Jürgen Schwörer (07262/9249-151, schwoerer_juergen@shure.de) bei Fragen zum diesem Thema weiter.

Die Richtiline über die Gewährung von Billigkeitsleistungen mit allen wichtigen Informationen.

Zum Text des Bundesministeriums.

21.10.2011: Entschädigungsleistungen für Nutzer von Funkmikrofonen

Das Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie hat eine Richtlinie über die Gewährung von Billigkeitsleistungen des Bundes an Sekundärnutzer wegen anrechenbarer störungsbedingter Umstellungskosten aus der Umwidmung der Frequenzen im Bereich 790 bis 862 MHz veröffentlicht (RL-BillStörKo)

Die wichtigsten Punkte der Richtlinie:

  • Am 15. November 2011 beginnt das Antragsverfahren.
  • Nur Eigentümer von Funkmikrofonen dürfen Leistungen empfangen.
  • Es werden nur Leistungen für Geräte bewilligt, die zwischen dem 01.01.2006 und dem 31.12.2009 angeschafft worden sind.
  • Wer Leistungen beziehen will, muss einiges an Nachweisen liefern. Dazu gehört unter anderem:
    • Ein Nachweis über die Möglichkeit einer technischen Umrüstung des Herstellers oder des Fachhandels und die Höhe der Umrüstungskosten, oder eben den Nachweis zur Nichtumrüstbarkeit.
    • Kopie des Personalausweises.
    • Original oder beglaubigte Kopie des Kaufbeleges.
    • Hersteller, Seriennummer, Gerätekennnummer, Gerätetyp und Schaltbandbreite.
    • Nachweis über die Nutzungsart.
    • Gemeinnützigkeitsbescheinigung; dies ist ein Freistellungsbescheid, ausgestellt durch das zuständige Finanzamt und ist für das Antragsjahr gültig.
    • Qualifizierter Nachweis, dass das Funksystem durch LTE gestört wird.

Anträge können ab dem 15. November 2011 ausschließlich über das auf der Internetseite des Bundesamtes für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) zur Verfügung gestellte elektronische Verfahren (Online-Portal) gestellt werden.

Höhe der Leistungen:

  • Der Restbuchwert nach Abschreibung wird verglichen mit - sofern möglich - den Kosten für den Umbau auf ein anderes Frequenzband. Der geringere Betrag wird angesetzt.
  • Die Höhe des Anschaffungswertes beträgt den Anschaffungspreises plus eine Pauschale von 5%.
  • Abschreibung für Nutzer die steuerbegünstigte Zwecke verfolgen sind: über 8 Jahre linear 1/8 des Kaufpreises.
  • Abschreibung für diejenigen, die keine steuerbegünstigten Zwecke verfolgen sind 5 Jahre linear 1/5 des Kaufpreises.
  • Wichtig! Eine Billigkeitsleistung wird nur gewährt für Anträge ab einem Anschaffungswert von 410 Euro. Es gilt somit die Summe des Anschaffungswertes im Antrag. Somit können z.B. Leistungen für drei Systeme je 300 € (=900 €) beantragt werden, jedoch nur zusammen in einem Antrag und nicht einzeln in drei Anträgen.
  • Achtung: es besteht kein Anspruch auf Leistungen.
  • Der Bund stellt 70 Millionen € + eventuell weitere 35 Millionen bereit.
  • Anträge die nach dem 31.12.2015 gestellt werden, werden abgelehnt.

Die Richtiline mit allen wichtigen Informationen hier.

Zum Text des Bundesministeriums.

Der APWPT ist nicht zufrieden mit dieser Richtlinie und wird weiterhin daran arbeiten eine besserer Lösung für die Betroffenen zu erreichen. 

14./28.09.2011 Versorgungsverpflichtung im 800 MHz-Bereich in Nordrhein-Westfalen, Saarland, Baden-Württemberg, Bayern, Hessen und Rheinland-Pfalz erfüllt

Laut einer Pressemitteilung der Bundesnetzagentur ist die gesetzlich vorgeschriebene Versorgungsverpflichtung eines Breitbandinternetzugangs in Nordrhein-Westfahlen und Saarland bzuw. seit 28. 9. auch in Baden-Württemberg, Bayern, Hessen und Rheinland-Pfalz abgeschlossen. Damit darf der nächste Schritt des LTE Ausbaus angegangen werden. Das bedeutet, dass nun LTE in diesen Bundesländern nicht nur in ländlichen Gebieten – sondern auch in Ballungszentren starten kann.

Vor der Nutzung von Funkmikrofonen sollte nun also sorgfältiger auf eventuellen Störungen durch LTE geachtet werden. Wie empfehlen allen Anwendern die Scan-Funktion der Empfänger zu nutzen – gerade bei einem Ortswechsel und vor Konzerten. Die Scanfunktion erkennt ob Störstrahlungen – insbesondere auch LTE-Signale – vor Ort sind und sucht sich automatisch eine freie Frequenz.

11.04.2011: LTE startet in Berlin

Am 7. April startete nun anscheinend ein LTE-Regelbetrieb in unserer Bundeshauptstadt Berlin.

Dieser Regelbetrieb sendet wohl derzeit nur in einer geringeren Leistung. Dennoch können Störungen bei Funkmikrofonen auftreten. Der betroffene Frequenzbereich ist 801 bis 811 MHz und 841 bis 852 MHz.

Für den professionellen Betrieb von Funkmikrofonen und In Ear Monitoring Systemen empfehlen wir diesen Frequenzbereich in Berlin zu vermeiden.

Haben Sie vielleicht schon selber Störungen durch den LTE Betrieb erlebt? Ihre Erfahrungen sind uns willkommen, senden Sie uns einfach eine e-Mail.

28.02.2011: BNetzA vergibt neue Frequenzen für Funkmikrofone

Alle Neuigkeiten zum Thema Frequenzen für Funkmikrofone direkt von Shure Applications Engineer und APWPT Mitglied Wolfgang Bilz im folgenden Video:

Die Details zu den neuen Frequenzbereichen

Die Bundesnetzagentur hat mit den Verfügungen 9/2011 und 10/2011 von letzter Woche zwei neue Frequenzbereiche für drahtlose Mikrofonnutzung allgemein zugeteilt. Allgemeinzuteilung bedeutet, dass innerhalb dieser Frequenzbereiche drahtlose Mikrofone ohne Anmeldung deutschlandweit genutzt werden dürfen. Und damit ist dieser Frequenzbereich besonders für Hobbymusiker interessant, da neben der Anschaffung der Funksystemen keine "Betriebskosten" dazu kommen.

Die zulässige abgestrahlte Leistung liegt bei max. 50 mW und die Allgemeinzuteilung ist befristet bis zum 31.12.2021.

Im einzelnen sind dies die Frequenzbereiche:

  • 823 - 832 MHz
  • 1785 - 1805 MHz

Beide Frequenzbereiche sind sogenannte "Mittenlücken". D. h. der nicht genutzte Bereich zwischen dem "Uplink" und dem "Donwlink", also den Mobilfunk-Basisstationen (Sendemasten) und den Mobilfunk-Endgeräten (Handys).

Der Bereich 823 - 832 MHz ist die Mittenlücke des kommenden LTE-Netzwerkes. Zur Zeit ist allerdings noch kein LTE-Regelbetrieb aktiv, d. h. es gibt noch keine LTE-Basisstationen und Endgeräte. Deshalb gibt es auch noch keine praxisrelevanten Tests, ob und wie viele Funkmikrofone in diesem Bereich störungsfrei betrieben werden können. Inwieweit das neue LTE-Netz den Betrieb von Funkmikrofonen in dieser Mittenlücke beeinträchtigt, werden wir erst in den kommenden Monaten erfahren, wenn praxisrelavante Tests durchgeführt werden können.

Bereits jetzt bieten wir unterschiedliche Funkmikrofone in diesem Frequenzbereich an.

Die Mittenlücke im Bereich 1785 - 1805 MHz existiert schon seit einigen Jahren. Dieser Frequenzbereich ist für Funkmikrofone nicht optimal; bei höheren Frequenzen sind die Ausbreitungsbedingungen schlechter, die Antennenpositionierung wird wichtiger. In Bezug auf Ausbreitungsbedingungen liegen alle Vorteile im UHF-TV Band von 470 - 790 MHz.

In diesem Frequenzbereich stehen Kompatibilitätsstudien an, die klären sollen, in welchem exakten Bereich Funkmikrofone betrieben werden dürfen. Eventuell werden auch von Shure Funkmikrofone in diesem Bereich auf den Markt kommen. Doch das liegt noch in (sehr) ungewisser Zukunft.


03.03.2010: Die Bundesnetzagentur hat eine neue VVnömL veröffentlicht.


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Shure Aktuelle Informationen zu Funkfrequenzen, wichtige Hinweise Funkmikrofone

Welche Frequenzen sind betroffen?

  • Der Bereich 790 – 862 MHz ist in Zukunft für mobile Internetzugänge (drahtloses DSL) vorgesehen. Dafür wird derzeit an „LTE“, einer Nachfolgegeneration des Mobilfunkstandards UMTS gearbeitet (LTE = Long Term Evolution).
  • Das LTE-Netz wird ab 2010, startend in ländlichen Gebieten, schrittweise ausgebaut und spätestens 2016 flächendeckend eingesetzt. In den Regionen, in denen LTE aktiv ist, ist der Betrieb von drahtlosen Mikrofonen wenn, dann nur noch sehr eingeschränkt möglich.

Stichtag 31.12.2015

  • Bis zum 31. 12. 2015 ist ein anmeldefreier Betrieb von Funkmikrofonen in den Bereichen 790 - 814 MHz und 838 – 865 MHz wie bisher möglich. In ländlichen Gebieten können diese Bereiche jedoch gestört sein, je nachdem wie weit der Ausbau von LTE fortgeschritten ist.
  • Ab 2016 können Frequenzen im Bereich 790 – 862 MHz weiterhin per Einzelzuteilung beantragt und benutzt werden, natürlich in Abhängigkeit der Verfügbarkeit der Frequenzen. Diese Einzelzuteilung ist kostenpflichtig. Anmeldung und Kosten entnehmen Sie dem nachfolgenden Beispiel einer Einzelzuteilung.

Entscheidungshilfe für die Auswahl von Shure Funkmikrofonen

Shure Funkfrequenzen Entscheidungshilfe Tabelle

Shure bietet alle Drahtlos-Systeme in verschiedenen Frequenzversionen, beispielsweise T10 oder R10 an. Hinter dem Frequenzkürzel verbirgt sich der Frequenzbereich, der bei diesem Gerät einstellbar ist. Der Bereich T10 zum Beispiel entspricht dem Bereich 855 – 865 MHz. Oft wird eine Frequenzversion als Frequenzband bezeichnet.

In der Tabelle  lässt sich ablesen, welche Geräte in welcher Frequenzvariante für den
„neuen“ Frequenzbereich (unterhalb 790 MHz) geeignet sind.

Was passiert mit dem europaweit harmonisierten Frequenzbereich 863 – 865 MHz?

Hier ändert sich nichts. Auch nach 2016 kann dieser Bereich anmeldefrei genutzt werden. Dieser Bereich ist besonders empfehlenswert für Anwender die nur wenige Funksysteme betreiben wollen.

Auf welche Frequenzen kann man in Zukunft ausweichen und fallen dabei Kosten an?

Ab sofort können Funkmikrofone im Bereich 710 – 790 MHz betrieben werden, allerdings nur nach Anmeldung. Die Anmeldung kostet einmalig 130 Euro, egal wie viele Funksysteme beantragt werden. Die Anzahl der zugeteilten Frequenzen richtet sich nach der Anwendung und dem Einsatzgebiet (regional bzw. bundesweit). Zusätzlich wird pro Sender eine Jahresgebühr von ca. 10,- € erhoben. DVB-T vor Ort muss berücksichtigt werden.

Beispiel Kosten Einzelzuteilung

Kauf von zwei PGX Funkmikrofonen Version P6 im Frequenzbereich 710 – 726 MHz im März 2010:

  • Kosten: Anmeldung 130,- €
  • Jahresgebühr für zwei Sender ca. 20,- €
  • Gesamt ca. 150,- €
  • Während der Entwicklung der VVnömL wurde mit der BNetzA besprochen, dass deutschlandweit tätige Firmen / Nutzer alle Frequenzen zugeteilt bekommen, welche die benutzte drahtlose Mikrofonanlage kann. Hintergrund: Der Nutzer muss sich je nach Einsatzgebiet schnell an die Frequenz Situation anpassen können und benötigt deshalb freie Auswahl. Im Moment gibt es Probleme in der Umsetzung dieser Absprache, d.h. wir sind in der Diskussion mit der BNetzA.

Wo melde ich an?

Die Anmeldung erfolgt bei der zuständigen Außenstelle der Bundesnetzagentur.
Nach der ordnungsgemäßen Anmeldung erhält man von der Bundesnetzagentur eine schriftliche Bestätigung. Die Jahresgebühren für die folgenden Nutzungsjahre werden ebenfalls von der Bundesnetzagentur erhoben.

Was mache ich wenn ich im Laufe des Jahres zeitversetzt mehrere Funksysteme kaufe?

Wenn Sie innerhalb eines Jahres weitere Funksysteme kaufen, können Sie einen Änderungsantrag ihrer bestehenden Anmeldung bei der Bundesnetzagentur stellen. Dieser Änderungsantrag kostet die Hälfte der normalen Anmeldegebühr.

Gibt es die Möglichkeit von befristeten Einzelzuteilungen für Tourneen im Frequenzbereich unter 710 MHz?

Für Tourneen ist es möglich, eine befristete Einzelzuteilung zu beantragen. Zugeteilt werden Frequenzen nach Bedarf im Bereich 470 – 865 MHz, allerdings nur die, die an den jeweiligen Orten verfügbar sind. Nach Ende der Tour erlischt die Zuteilung. Kosten: Einmalig 130,- € für den Antrag, plus die anteilige Jahresgebühr von ca. 10,- € pro Sender.

Wie viele Frequenzen dürfen auf einer Urkunde stehen?

Die BNetzA darf kein Frequenzband im Bereich 470 – 790 MHz zuteilen, sondern nur einzelne Frequenzen. Die Anzahl der Frequenzen hängt vom Einsatzzweck, dem Einsatzgebiet und natürlich von den Fähigkeiten des Funksystems ab. Es gibt keine feste Regel für die Anzahl der Frequenzen. Bitte rufen Sei uns an, wir helfen Ihnen: 07262/9249-107.

Wie verhält sich die Situation bei Festinstallationen?

Für Festinstallation sind Frequenzen im Bereich von 470 – 865 MHz nach Absprache mit der Bundesnetzagentur nutzbar. Anmeldung und Kosten für diese Einzelzuteilung wie im obigen Beispiel beschrieben.

Gemeinnützige Einrichtungen

Gemeinnützige Einrichtungen wie Schulen, Theater, Gemeindezentren..., sind von den Gebühren und Beiträgen nach § 8 VwKostG und § 2 FSBeitrV befreit! Ein entsprechender Fragebogen muss ggf. ausgefüllt werden.
Diese Gebührenbefreiung ist länderspezifisch. Beispielswiese für das Land Sachsen-Anhalt.
Für Behörgen gilt die Verordnung über Beiträge zum Schutz einer störungsfreien Frequenznutzung.

Anwender/Nutzergruppen

Die unterschiedlichen Anwender von drahtlosen Mikrofonanlagen werden in Nutzergruppen eingeteilt. Diese Nutzergruppen sind nur gültig in den Frequenzbereichen 790 - 814 und 838 - 862 MHz.

  • a & b: Öffentlich, rechtliche und private Rundfunkanstalten
  • c: PA-Rental Firmen
  • d: Musikgruppen, Discotheken
  • e: Theater, Stadthallen etc.

Zu den jeweiligen Nutzergruppen gehören bestimmte Frequenzbereiche (TV-Kanäle) bzw. aus diesen Bereichen wiederum nur bestimmte Frequenzen (Subkanäle).

Detaillierte Informationen zu den einzelnen Frequenzen innerhalb einer Nutzergruppe finden Sie hier in diesem PDF: Allgemeinzuteilung von Frequenzen für drahtlose Mikrofone für professionelle Nutzungen in den Frequenzbereichen 790 - 814 MHz und 838 - 862 MHz (PDF 132 kB).

Ältere Shure Drahtlos-Systeme, die keine schaltbaren Frequenzen haben (Performance Gear Wireless, bzw. EUT) sind grundsätzlich auf eine Frequenz aus der Nutzergruppe d eingestellt. Alle vorprogrammierten Frequenzen der In-Ear-Monitoring Systeme PSM 600 und PSM 400 sind ebenfalls Frequenzen aus der Nutzergruppe d.

Alle sonstigen Drahtlos-Systeme bieten mehrere Gruppen mit kompatiblen Frequenzen an, die meist alle Nutzergruppen berücksichtigen.

Umrüstbarkeit von Shure Funksystemen

LTE-Check

Die "Vorprüfung zur Erstellung des qualifizierten Nachweises für eine Störungssituation" kann online durchgeführt werden.

Wolfgang Bilz Shure Europe GmbH Applications Engineer

Für Fragen wenden Sie sich direkt an Shure Applica-tions Engineer und APWPT-Mitglied Wolfgang Bilz:

Entscheidungshilfe zu Frequenzversionen

Welche Frequenzversion soll ich kaufen?

Der Shure Frequenz Guide

Die optimale Entscheidungshilfe zur Änderung der Nutzung von Frequenzen für Funkmikrofone.

Externe Quellen